Wir konsumieren unsere Welt, sehen nicht die Konsequenzen unserer Müllproduktion
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Müll hat Folgen

Gestern bin ich nach Hause gegangen und habe Dinge gesehen, wie immer Dinge, die nicht schön sind. Man sieht selten auf dem Heimweg etwas Schönes. Nichts Spektakuläres habe ich gesehen. Es ist wohl auch nichts Spektakuläres, wenn ein Student eine Verpackung aus Plastik wegwirft.

Es ist aber etwas Schlimmes daran, wenn alle das tun und wenn die Müllkippen vor Plastik nur überquellen. Angeblich hat Deutschland eine "Recycling-Quote von rund 80 Prozent", laut Süddeutscher Zeitung ein Märchen.

Und ist es nicht sonderbar, dass die Politik es schafft, eine Quote von knapp 80% auf 40% zu pushen? Wie ist es möglich, dass derartige frisierte Zahlen zustande kommen, unlängst von der FAZ als Auswuchs "kreativer Buchführung" bezeichnet?

Doch woran liegt das? In dem zitierten Artikel werden einige Ursachen genannt, z.B., dass die Deutschen ihren Müll nicht richtig trennen. Das ist nur eine der Ursachen, allerdings diejenige, die man am leichtesten als Bürger nachvollziehen kann. Ich kann davon ein Lied singen. Egal wo ich hingehe, überall sehe ich, dass Menschen unfähig sind, Papier von Restmüll oder Essensreste von Plastik zu unterscheiden. Was ist los?

Der nächste Gedanke ist dann: Wenn das in der Politik genauso läuft, dann sehen wir alle alt aus. Ein Politiker, der Verbrannten Müll von recycletem Müll nicht unterscheiden kann? Kaum auszudenken, was dieser Politiker noch alles vollbringen kann.

By Bessawissa94 at German Wikipedia [Public domain], from Wikimedia Commons

Und der Müll

Keine Ahnung, wo der hinkommt, aber im Moment kratzt es ja eh keinen. Wenn wir aber irgendwann von dem vielen Plasik krank werden, erst dann, immer erst dann wird man von der Realität wachgerüttelt. Die Realität, dass unser Planet von dieser Generation gefressen wird. Nur, dass dann für die nächste Generation nichts mehr übrig bleibt.

Wie ist die Lösung?

Die Lösung ist wie immer Bewusstsein. Das Problem ist nur, dass das Wort "Bewusstsein" kein Bewusstsein ist. Die Vorstellung von Bewusstsein schafft es nicht. Sich seiner Umwelt bewusst zu sein erfordert nicht nur, es zu bedenken, sondern es ist eine handfeste Tat, die viel Einsatz und Energie abverlangt. Die Lösung ist ganz einfach: "Weg mit dem Dreck." Am besten von heute auf morgen kein Plastik mehr erlauben, es durch leicht abbaubare Stoffe zu ersetzen, radikal. Aber das muss ein Politiker erst mal wollen. Und dafür braucht er oder sie das Bewusstsein und die Erkenntnis, dass Plastik schädlich ist.




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