Der radikale Islam - Extremismus bleibt Extremismus - Was ist zu tun?
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Was ist der Fehler, den wir im Umgang mit dem Islam und islamischer Gewalt machen?


Islamismus und Islam

"Der Mensch hat zu allen Zeiten etwas gesucht, das über ihn und sein materielles Wohl hinausgeht - etwas, das wir Wahrheit oder Gott oder Realität nennen, einen zeitlosen Zustand - etwas, das nicht durch Umstände, durch Gedanken oder durch menschliche Verderbtheit beinträchtigt werden kann. [...] Und da er dieses Unbeschreibliche, das tausend Namen trägt und das er immer gesucht hat, nicht finden konnte, hat er den Glauben entwickelt - den Glauben an einen Erlöser oder an ein Ideal -, und jeder Glaube erzeugt unabänderlich Gewaltsamkeit."
Zitat aus: Jiddu Krishnamurti, "Einbruch in die Freiheit" Aquamarin Verlag. Titel der Originalausgabe: "Freedom from the known", 1969, first published by Victor Gollancz, London

Es ist schon einige Jahrzehnte her, dass Jiddu Krishnamurti über die Wirren von Religion in seinem Werk "Einbruch in die Freiheit" geschrieben hat. Ein großer Philosoph. Ein großer Prediger, ein Mann des Friedens. Der Krieg wütete damals genauso in der Welt wie heute. Nur hat er jetzt seinen Schauplatz gewechselt und ist wieder in der westlichen Welt angekommen: in Form von Terror.

Alle Religionen sind gewalttätig, also sollten wir daran arbeiten, unsere Gesellschaft ganz schnell zu säkularisieren und alle Illusionen zu eliminieren. Wir müssen unseren Kindern Liebe und Zeit geben, Ungerechtigkeit aus unserer Mitte verbannen, und so Gewalt den Nährboden entziehen. Man muss aufhören zu denken, auf irgendwelche Befindlichkeiten Rücksicht nehmen zu müssen, Religion ist an sich gewalttätig und jede Religion ist an sich schon fundamentalistisch. Die Religionen sagen, dass nur ihr Prophet zum Heil führt, sei es Jesus, Mohammed oder sonst irgendein Mensch, der die exklusiven Rechte auf das Paradies und das Jenseits besitzt. Alle anderen, die nicht gerade dem auserwählten Propheten folgen, sind verdammt, so die Institutionen, die sich das Ziel gesetzt haben, die Religion zu verbreiten.

Und all das ist eine Form von Gewalt, zumindest psychologisch. Wenn das nicht fundamentalistisch ist, was ist dann fundamentalistisch?

Religionen sind mehr oder weniger gewalttätig: "[...] und kämpft gegen sie, damit keine Verführung mehr sei, kämpft, bis sämtliche Verehrung Allah allein gehört."(Sure 8,39)

Bringt der Islam frieden?

Der Islam ist keine friedliche Religion. Schaut man sich den Koran mal genauer an, so sieht man deutlich, dass dieser getränkt ist von Blut, Wut und Krieg, Drohung und Strafe. Der Gott ist mal gütig, belohnt mit einem Paradies, das mit den süßesten Worten ausgeschmückt ist (nach dem Kampf gegen die Ungläubigen), dann ist er wieder wütend und das ist immer dann der Fall, wenn von den Ungläubigen die Rede ist oder von Muslimen, die vom Glauben abfallen. Anhänger des Islam sagen immer wieder, dass man den Koran im Kontext seiner Entstehung betrachten muss, sie sind so überzeugt von der Rechtmäßigkeit ihres universalen Anspruchs, dass sie gar nicht sehen, dass neben dem Islam gar kein Platz ist für einen anderen Glauben. Im Islam geht es nur um eins: gewinnen. Der Stärkere gewinnt. Der Schwächere verliert. Wer den Glauben annimmt, ist ein Gewinner. Wer das nicht tut, ist ein Verlierer. Mag sein, dass die Aufrufe zu Gewalt, die schon mal gar nicht mit dem Rechtstaat zu vereinbaren sind, in einen historischen Kontext gebettet sind, jedoch fallen diese Worte nicht auf taube Ohren, sondern sie werden sehr oft von Menschen gehört und beherzigt, die den Bezug zur Realität verloren haben, deren Krankheit sich darin manifestiert, dass sie sich in ihrer Verzweiflung in den Tod reißen und mit ihnen auch andere Menschen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es Kinder oder Frauen sind, die unverhofft in den Tod mitgerissen werden. In der verheißungsvollen Erwartung des Paradieses sind diese Kranken, die in eine geschlossene Anstalt gehören und Psychopharmaka benötigen, bereit zum Äußersten. Mit anderen Worten steht ein Heer von Kranken Menschen bereit. Einzelne, verstreute "Gotteskrieger" die jederzeit, überall zuschlagen können. Das bedeutet, letztendlich ist keiner mehr sicher.

Eine historische Betrachtung

Man möchte nicht Wissen, wieviel Leid Religion über die Menschheit gebracht hat. Unterdrückung, Angst und Schrecken haben die zurückliegenden Jahrhunderte beherrscht und unsere heutige Welt geprägt. Im Mittelalter war es der Anspruch der Kirche, der jedes vernünftige Miteinander vergiftet hat. Hexenverbrennung, Korruption und massenhaft Krieg. Dabei wurde Religion immer auch instrumentalisiert, um eigene Begierden zu befriedigen. Wir haben viel dafür gekämpft, diese Religion zu säkularisieren. Wir haben den 2. Weltkrieg durchleben müssen, um ein wirklich gutes menschenfreundliches Gesetz zu bekommen: das deutsche Grundgesetz. Und nun beginnt alles von vorne, wenn wir nicht unseren gesunden Menschenverstand einsetzen. Politische Korrektheit hilft niemandem. Flüchtlinge aus Syrien oder aus sonst welchen Ländern, in denen Unterdrückung von Andersdenkenden und Abweichlern der Alltag sind, brauchen Hilfe, das ist keine Frage. Es ist unsere Pflicht als Menschen, zu helfen, wo wir können. Andererseits muss man wachsam sein, dass die Meinungsfreiheit, unsere größte Errungenschaft, nicht erlöscht, angesichts des Anspruches des Islam, die einzig wahre Religion zu sein.



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